 | Es ist derzeit nicht möglich, im Internet einen umfassenden technischen Schutz zu gewährleisten, weil es aus einer Fülle von Websites und aus unterschiedlichen Diensten wie E-Mail, Chat, Instant Messaging, Filesharing besteht. Jugendschutzfilter bieten derzeit höchstens beim Aufrufen von Internetseiten einen eingeschränkten Schutz. Beim Mailen oder Chatten sind Filter wirkungslos. Zwar können bei einigen Filterprogrammen solche Dienste blockiert werden. Allerdings kann die Sperrung beispielsweise der E-Mail-Funktion über die Nutzung eines Webmail-Anbieters umgangen werden. |
Noch keine anerkannten Filtersysteme
Idealerweise sollte der Filter Unerwünschtes blockieren, unproblematische Seiten aber durchlassen. Es sollten mehrere Benutzerkonten einstellbar sein – passend zum Alter des jeweiligen Kindes. Der Filter sollte für Erwachsene leicht bedienbar, aber für Kinder schwer zu knacken sein. Bisher gibt es kein System, das diesen Anforderungen genügt. Die Kommission für Jugendmedienschutz
(KJM) prüft solche Jugendschutzprogramme. Derzeit laufen Modellversuche, um neue Verfahren und technische Möglichkeiten zu erproben. Dabei zeigt sich, dass es noch keine Filter gibt, die einen ausreichenden Schutz gewähren. Selbst die derzeit besten Jugendschutzfilter lassen noch jedes fünfte gefährdende Angebot passieren. Gleichzeitig werden zu viele Websites blockiert, die für Kinder geeignet sind.
Trotzdem sollten Sie auf einen Filter nicht verzichten, denn sie können Ihre Sicherheitsbemühungen unterstützen. Sie blockieren wenigstens einen Teil der problematischen Seiten und sie bieten Hilfen, um den Surfraum zum Beispiel auf Inhalte zu beschränken, die kindgerecht sind. Wenn das Kind auf Seiten will, die unnötigerweise vom Filter blockiert werden, kann man diese durch eigene Einträge ergänzen.
T-Online
, AOL
und Windows Vista
beispielsweise haben dafür Einstellmöglichkeiten.
Jüngere Kinder brauchen besonderen Schutz!
Eine verantwortungsvolle Begleitperson ist für jüngere Kinder der beste Schutz und Filter. Solange Sie daneben sitzen, kann nichts passieren. Zusätzlich können Sie selbst eine kleine Positivliste mit guten Kinderseiten im Internetexplorer zusammenstellen. Dann werden nur die Adressen, die Sie dort eingegeben haben, angezeigt. Alle anderen Seiten – auch unproblematische – werden blockiert. Dies wird in einer Hilfebox angezeigt. Ihr Kind kann Sie dann bitten, die gewünschte Seite ebenfalls zuzulassen.
>> Hilfen für Eltern: Positivlisten erstellen im WebbrowserÄltere Kinder brauchen größere Bewegungsspielräume!
Da Sie nicht ständig daneben sitzen können, ist bei älteren Kindern auf jeden Fall ein Jugendschutzfilter sinnvoll. Es gibt ein vielfältiges Angebot an Filtersoftware.
T-Online
,
AOL
und auch das neue
Windows Vista
beispielsweise stellen kostenlose Filtersysteme zur Verfügung. Keiner dieser Filter bietet jedoch umfassenden Schutz.
Nicht nur auf Filter verlassen!
Nutzen Sie zunächst die kostenlosen Filterangebote. Erkundigen Sie sich, ob ein Filtersystem wirklich Ihre Anforderungen erfüllt, bevor Sie dafür Geld ausgeben. >> Überblick über existierende technische Filtersysteme
Gestalten Sie mit dem Kind seine eigene Internet-Welt mit guten Kinderadressen. >> Linktipps für Kinder bei klicksafe.de
Pdf-Download: Tipps für Kinder: Gestalte deine Internetwelt
Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, welche Netz-Regeln es beachten muss. >> klicksafe.de-Tipps für Kinder - Klick auf Nummer sicher!
Link-Tipp zum Weiterlesen: www.internet-abc.de/eltern