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Wie Sie Kinder vor Gefahren schützen können

Was ist wichtig für die ersten Schritte im Netz?

Das Internet hat für Kinder einen hohen Reiz. Es entspricht ihrem Bedürfnis, die Welt zu entdecken und an ihr teilzuhaben. Deswegen ist es gut, wenn Kinder schon früh eine positive, aber auch kritische Einstellung dazu entwickeln können. Dies geht nicht völlig ohne Risiko.

Gefährdungen im Internet sind anders als im täglichen Leben:
Einerseits ist das Gefahrenpotenzial für Kinder im Internet kleiner, weil sie vor direkten Übergriffen
geschützt sind. Andererseits ist die Gefährdung größer, weil es rücksichtslose Anbieter gibt und Kinder noch nicht gelernt haben, mit den Gefahren des Internets umzugehen. Im Internet lauern unlautere Werbung, Viren, Chat-Räume mit belästigenden Erwachsenen, es gibt Pornografie und Gewaltdarstellungen.

Altersempfehlungen lassen sich schwer geben, weil sie vom Entwicklungsstand des Kindes abhängen. Es ist ähnlich wie im täglichen Leben: Anfangs benötigt das Kind die ganze Aufmerksamkeit. Schrittweise erlebt es mehr Bewegungsfreiheit. Sobald das Kind in der Lage ist,
Gefahrensituationen zu erkennen und damit umzugehen, können Sie den Schutzraum öffnen. Dafür müssen Eltern auch für sich abwägen: Wie groß ist mein Schutzbedürfnis für das Kind? Habe ich ausreichend Zeit, mich mit seinen Internetaktivitäten zu beschäftigen? Kann ich darauf vertrauen, dass das Kind mich bei Problemen zu Hilfe holt und kann das Kind umgekehrt darauf vertrauen, dass ich ansprechbar bin, wenn es surft?

Lieber etwas später als zu früh! Lassen Sie Ihr Kind nicht mit ungutem Gefühl ins Netz, statt im Internet kann es auch mit guten Lern- und Unterhaltungsspielen seine PC-Fähigkeiten trainieren. Oder Sie können mit einem kostenpflichtigen Kinderangebot einen sicheren Surfraum für das Kind buchen.
Am sichersten ist ein Kinderangebot gänzlich ohne Verlinkung zur Außenwelt, ähnlich einem Club. Leider gibt es kaum noch solche Angebote. Erwähnenswert sind Toggolino für 3- bis 7-Jährige und der Toggo Cleverclub für 7- bis 10-Jährige von Super RTL. Wer diesen völlig geschützten Raum für sein Kind möchte, sollte prüfen, wie häufig neue Spiele oder Lerninhalte dort eingestellt werden und ob sich der Preis dafür lohnt. In einem Probemonat für 1 Euro kann man das Angebot testen, ohne Kündigung folgt automatisch das Jahresabonnement für 69 Euro.

Kindersicherung: Erwägen Sie den Einsatz eines Filters und aktivieren Sie die Kindersicherung, sofern Ihr Provider sie anbietet. Allerdings funktioniert dieser Schutz keineswegs lückenlos, wie stichprobenartige Tests von jugendschutz.net ergaben (mehr Infos S. 24).

Ein eigener Surfraum für das Kind

Auf die Interessen Ihres Kindes können Sie am besten eingehen, wenn Sie ihm einen eigenen Surfraum zusammenstellen. Schreiben Sie die Adressen von guten Kinderseiten in ein Dokument. Das Kind kann sie von dieser Liste mit der rechten Maustaste direkt öffnen.

Außerdem bietet der Internetbrowser weitere Möglichkeiten:

Geeignete Startseite einrichten, Favoritenliste mit guten Seiten anlegen, Lieblingsseiten in die
Link-Leiste ziehen, eine Kinder-Suchmaschine für die Suche einrichten, eine eigene Positivliste im Internet- Explorer zusammentragen. So findet das Kind schnell und direkt zu seinen Zielen.

Wie Surfen sicher und mit Spaß gelingen kann 

  • Muten Sie Ihrem Kind am Anfang nicht zu viel zu.
  • Sichern Sie, dass das Kind sich bei Bedarf Hilfe holt.
  • Begleiten Sie Ihr Kind bei seinen Surfausflügen.
  • Besprechen Sie, was das Kind im Internet tun darf und was nicht erlaubt ist.

Gestalten Sie gemeinsam eine eigene Internet-Welt mit guten Kinderadressen aus unseren Klick-Tipps (siehe S. 19
und Kinderteil S. 13).

Link-Tipp: Bei www.klick-tipps.net erfahren Sie, wo das Kind im Internet interessante aktuelle Themen findet.

 (Quelle:  Broschüre "Ein Netz für Kinder - Surfen ohne Risiko?", http://www.bmfsfj.de )

 
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