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Medienerziehung praktisch

Tipps für eine pädagogische Begleitung durch Eltern:

  • Wichtig ist es, sich über die Online-Aktivitäten der Kinder zu informieren und gerade am Beginn
    gemeinsame Online-Erfahrungen zu machen. Eltern, denen die Internetvorlieben ihrer Kinder egal sind, können ihren Kindern nicht genug Orientierungshilfen geben.

  • Tipps und Informationen für Kinder sollen immer an deren Erfahrungswelt anknüpfen.

  • Eltern sollten Grundkenntnisse über das Internet und dessen Risiken haben. Erwachsene, die nur verbieten oder das Internet bloß kritisieren, ohne selbst eine Ahnung zu haben, werden nicht ernst genommen.
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  • Es ist aber auch nicht schlimm, wenn wir als Erwachsene dabei einmal Erklärungen der Kinder benötigen.

  • Regeln aufstellen, die Kinder auch verstehen und deren Sinnhaftigkeit sie anerkennen.

  • Kinder können im Internet unerwünschte Inhalte finden (Gewalt, Rassismus, Pornographie etc.). Dies kann zu Irritationen führen. Kindern hilft es sehr, wenn Erwachsene mit Ihnen darüber sprechen und auch Ihre eigenen Gefühle dazu offenbaren.

  • Enttäuschungen und Frustrationen sind als normaler Bestandteil von Entdeckungsreisen anzusehen.

  • Achten Sie darauf, bei Ihren Kindern keine Schuldgefühle zu erzeugen.

  • Auf Alarmsignale achten, z.B. wenn sich keine Freundinnen und Freunde mehr melden bzw. Online-FreundInnen richtige FreundInnen zu ersetzen beginnen.
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Was können Eltern tun?

Tipps nach Altersgruppen aus der Broschüre „Der richtige Dreh im www – Familien bewegen sich sicher im Internet“ des deutschen Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend:

 

bis 3 Jahre: Die Kinder ahmen das Computerverhalten ihrer Eltern nach. Im Rollenspiel schlüpfen sie in verschiedene Identitäten. Die komplexen Internetwelten spielen keine Rolle.

Eltern-Tipp: Lassen Sie Ihr Kind praktische Erfahrungen sammeln. Das Tippen auf der Tastatur macht den Kindern Spaß.

4 bis 6 Jahre: Lern- und Spielprogramme, sogenannte Edutainment-Titel, wecken zunehmend das kindliche Interesse. Textlastige Webseiten und langsamer Bildschirmaufbau verleiden Kindern das Interesse am Netz.

Eltern-Tipp: Zunächst hilft es kleine gemeinsame Ausflüge in die Internetwelten – auf spezielle Kinderseiten, z.B. über die Suchmaschine www.blinde-kuh.de – zu machen. Auf Dauer wollen die Kinder mehr. Sie können Filterprogramme einrichten, um ein gefahrloses Surfen zu unterstützen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass auch die besten Filterprogramme keine absolute Sicherheit bieten. Das richtige Suchen im Netz will gelernt sein. Begleiten und helfen Sie bei Suchbegriffen. Das Kind soll die »Realität« im Umgang mit dem Medium erleben und erlernen. Anfangs können Sie noch konkrete Suchbegriffe vorgeben. Mit zunehmendem Alter sollten Sie Ihr Kind immer komplexere Inhalte selbst suchen lassen. Dadurch lernt es allmählich, dass die »Kenntnisse aus der realen Welt« auch im Internet weiterhelfen eine komplexe Welt zu verstehen und als etwas Alltägliches einzuordnen.

7 bis 11 Jahre: Das Internet mit seinen vielfältigen Angeboten wird nun zunehmend spannender. Kinder gehen z.B. auch im Netz gerne ihren Hobbys nach. Egal ob Starporträts oder Sportidole – die Kinder haben Interessen und das Internet bietet dazu Inhalte.

Eltern-Tipp: Nun sind die Eltern besonders gefragt. Sie können geeignete Seiten auswählen und als Favoriten (Lesezeichen) abspeichern. Lassen Sie Ihr Kind anfangs nicht allein.

Ab 12 Jahre: Das gesamte mediale Spektrum der digitalen Medienwelt wird genutzt. Nun kennen sich die Kinder zunehmend besser in den Online-Welten aus und beginnen virtuelle Kontakte aufzunehmen, Musik aus dem Netz zu ziehen und sogar Filme zu kopieren. Die Online-Zeiten nehmen stark zu und das Internet kann zu einem beachtlichen Kostenfaktor im familiären Budget werden.

Eltern-Tipp: Nun heißt es souverän bleiben. Ein ängstliches Reagieren auf die medialen Vorlieben der jungen Erwachsenen ist ebenso wenig ratsam wie eine zu lässige Haltung. Seien Sie neugierig! Nehmen Sie Teil an der Welt Ihrer Kinder und sagen Sie ruhig, wenn Ihnen dabei etwas nicht gefällt! Verbote greifen nur, wenn sie glaubhaft sind.

(Quelle: http://saferinternet.at 03/2008)