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Welche Gefahren bergen Suchmaschinen?

Kindern macht es Spaß, im Internet nach Themen für die Schule und ihre Hobbys zu suchen. Sie wissen aber noch nicht, wie sie im Internet etwas finden können. Sie stellen sich das Internet wie ein riesiges Lexikonvor: Einfach etwas in die Adressleiste des Browsers der in eine Suchmaschine eintippen – und schon hat man alles, was man wissen will. Leider: Weder die Struktur des Internets noch Suchmaschinen leisten dies. Ungeübtes Suchen kann außerdem zu problematischen Internetseiten führen.

Keine Suche mit der Adressleiste des Browsers!

Am liebsten tippen Kinder ihr Suchwort direkt in die Adressleiste. Das ist selten erfolgreich und selbst harmlose Begriffe führen manchmal auf ungeeignete Seiten: www.kinofilme.de oder www.kinofilm.de informieren nicht über das Kinoprogramm, sondern sind Flirtportale mit erotischen Fotos. Und unter www.hausaufgabenhilfe.com finden Kinder keine Tipps für Mathe und Deutsch, sondern eine reine Werbeseite mit Links zu kostenpflichtigen Angeboten.

Viele Anbieter spekulieren bewusst auf Tippfehler

Kinder vertippen sich noch sehr leicht und landen so entweder nirgendwo oder auf problematischen Seiten. Ein Beispiel ist die Website von Medienstar Britney Spears: Vergisst ein Kind das „s“ am Ende, landet es auf einer Seite mit Erotikangeboten. Ebenso bei den Pussycat-Dolls, wenn nur ein „l“ getippt wird. Anime-Fans finden unter www.dragonballz.de eine Fan-Site zu japanischen Zeichentrickfilmen. Geben sie aber  irrtümlicherweise www.dragon-ballz.de ein, landen sie auf einer Website für angeblich kostenlose SMS und einen Single-Chat.

Unseriöse Anbieter melden ihre Seiten falsch bei Suchmaschinen an, indem sie aktuelle oder häufig benutzte Suchbegriffe in ihre Seiten einbauen. Auf diese Weise sollen möglichst viele potenzielle Kunden angelockt werden. Die meisten Suchmaschinen versuchen zum Glück mittlerweile, diese Art von Manipulation zu unterbinden.

Lassen Sie Kinder nicht einfach „googlen“!

Wenn die direkte Eingabe in die Adressleiste nicht erfolgreich war, recherchieren Kinder leider statt mit einer Kinder-Suchmaschine in der Regel mit „Google“. Dabei überlegen sie sich nicht vorher, was genau sie wollen. Sie geben einfach ihren Wunschbegriff oder sogar ganze Sätze ein: „Wie wird Strom erzeugt?“, „Ganz viele Fotos von Tokio Hotel“, „Freunde zum Chatten“.

Damit erzielen Kinder gar keine oder eine lange Liste mit Treffern, die nicht verwertbar sind. Kindern fehlt das Auswahlkriterium, deshalb arbeiten sie die Liste der Reihe nach ab, bis sie die Lust verlieren. Sie müssen suchen lernen. Das gelingt mit einer kindgerechten Suchmaschine – und wenn sie angeleitet werden, wie die Suche im Internet erfolgreich verläuft.

Erste Hilfe zur richtigen Suche

  • Helfen Sie Ihrem Kind am Anfang beim Suchen.
  • Das Kind nicht allein bei Erwachsenen-Suchmaschinen recherchieren lassen.
  • Sicherheitseinstellungen der Suchmaschinen aktivieren.

Sollten Sie oder Ihr Kind bei Suchanfragen auf problematische Inhalte stoßen, dann melden Sie dies der Suchmaschine. Der Suchmaschinenbetreiber kann solche Ergebnisse zukünftig unterbinden.

Link-Tipp: Unter www.blinde-kuh.de/informationen.html kann man die kindgerechte Suchmaschine im Browser voreinstellen.

 

 (Quelle:  Broschüre "Ein Netz für Kinder - Surfen ohne Risiko?", http://www.bmfsfj.de )

 
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