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Wie lässt sich der Computer technisch sicher machen?

Computer mit Internetanschluss sind regelmäßigen Angriffen aus dem Netz ausgesetzt. Es besteht immer die Gefahr, dass Dateien zerstört oder persönliche Daten ausspioniert werden. Ungeschützte Rechner können auchvon anderen für illegale Zwecke missbraucht werden. Darum ist ein möglichst umfassender Schutz wichtig.

Halten Sie Windows auf aktuellem Stand

Ein Kind versteht Meldungen zu notwendigen Updates, Programmen und Fehlermeldungen noch nicht. Deswegen sollte der Computer funktionsfähig sein und der Browser alle notwendigen Plug-ins enthalten, die für den Besuch von animierten Kinderseiten mit Ton- und Filmdateien nötig sind. Microsoft veröffentlicht regelmäßig (einmal im Monat) Updates für sein Betriebssystem Windows, meist aufgrund neu erkannter Sicherheitslücken. Deshalb sollte die automatische Update-Funktion von Windows immer aktiviert sein.

Richten Sie ein eingeschränktes Benutzerkonto für das Kind ein

Bei Windows XP und Windows Vista kann man Benutzerkonten mit eingeschränkten Rechten anlegen. Wenn das Kind einen eigenen Zugang hat, kann es „seinen“ Computer nach eigenen Wünschen einrichten (z. B. Desktop, Favoriten). Es sieht nur seinen eigenen Surfverlauf und nicht die Seiten, zu denen Sie gesurft sind. Das Kind kann keine Veränderungen vornehmen, die die Sicherheit des PC gefährden, z. B. neue Software installieren. Wichtig ist allerdings, dass Sie konsequent Ihr eigenes Passwort schützen.

Installieren Sie ein aktuelles Antivirenprogramm

Viren, Trojaner, Spionage- oder Kontrollprogramme infizieren den PC auf unterschiedlichen Wegen. Meistens passiert dies durch eigenes riskantes Verhalten, z. B. durch Downloads oder das Öffnen von Anhängen in E-Mails. Schadhafte Programme können sich aber auch lediglich durch den Besuch auf einer infizierten Website auf einem Computer einnisten. Klassische Viren, die Daten auf dem Computer verändernoder zerstören, haben inzwischen abgenommen. Häufiger sind Computer nun durch Spionage- und Kontrollprogramme gefährdet. Diese blenden z. B. ständig Werbung ein oder ändern die Startseite des Browsers. Gefährlicher sind Varianten, die persönliche Daten ausspähen, etwa Passwörter für Onlinebanking oder EMail- Accounts. Sie bedeuten persönliche und finanzielle Risiken. Mit Kontrollprogrammen kann ein infizierter PC ferngesteuert werden – ohne das Wissen des Besitzers. So werden Computer für illegale Zwecke (z. B. Verbreiten von Spam-Mails, Angriffe auf Webserver) genutzt. Antivirenprogramme finden, entfernen und blockieren schadhafte Software. Unter den vielen Anbietern gibt es auch kostenlose (z. B. AntiVir: www.free-av.de). Das Antivirenprogramm sollte im Hintergrund immer aktiv sein. Außerdem muss es täglich aktualisiert werden, um neue Schadsoftware blockieren zu können.

Installieren Sie eine Firewall, die unerwünschten Datenverkehr blockiert

Auch wenn Sie auf riskante Aktivitäten verzichten, kann es zu Infektionen kommen. Infizierte Computer suchen automatisch nach ungeschützten Rechnern im Netz, um diese ebenfalls zu infizieren. Dies kann eine Firewall verhindern: Sie kontrolliert den Datenverkehr und blockiert unerwünschte Zugriffe. Die Firewall verhindert außerdem, dass Schadprogramme auf dem eigenen Computer heimlich Daten nach außen verschicken.

Windows XP mit Service Pack 2 und Windows Vista besitzen eine Firewall, die auch standardmäßig aktiv ist und einen Basisschutz gewährleistet. Für einen umfassenden Schutz empfiehlt sich die Installation einer umfangreicheren Firewall. Die Einrichtung erfordert jedoch ein wenig Know-how, damit die Schutzwirkung voll entfaltet wird.

Software-Firewalls sind im Internet ebenfalls kostenlos zu erhalten, z. B. Outpost Firewall (www.agnitum.com) oder Zonealarm (www.zonelabs.com).

 

 (Quelle:  Broschüre "Ein Netz für Kinder - Surfen ohne Risiko?", http://www.bmfsfj.de )

 
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