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Wo bekommen Kinder eine sichere E-Mail-Adresse?

Eine E-Mail-Adresse braucht das Kind, wenn es anderen Kindern schreiben möchte, sich auf einer Kinderseite oder für einen Kinder-Chat anmelden möchte. Die großen Internetportale und E-Mail-Anbieter richten sich jedoch an Erwachsene. Sie sind nicht kindgerecht gestaltet, unübersichtlich und präsentieren viel Werbung. Für Kinder sind sie ungeeignet. Lassen Sie das Kind deswegen nicht mit solch einer Adresse mailen – auch nicht mit Ihrer eigenen E-Mail-Adresse.

E-Mail-Adressen bei guten Kinderseiten!

Kinderseiten bieten einige Vorkehrungen, die das Kind besser schützen: In der Regel gibt es im Umfeld keine oder unproblematische Werbung. Werbemails und unerwünschte Sendungen werden teilweise ausgefiltert. Manche Anbieter lassen keine Anhänge zu, was die Sicherheit erhöht. Bei www.mail4kidz.de erhält das Kind sogar nur Mails von Absendern, die es zuvor in seine Freundesliste eingetragen hat.

Die E-Mail-Bereiche bei Kinderseiten sind zudem kindgerecht und übersichtlich gestaltet: einfache Symbole zur Verwaltung des Postfachs, Verhaltensregeln und die Möglichkeit, sich bei Problemen direkt an den Betreiber zu wenden. Durch solche Hilfestellungen wird für das Kind die Sicherheit erhöht.

Achtung: Auch der E-Mail-Service bei Kinderseitenanbietern ist nicht völlig sicher. Es gibt in der Regel keinen funktionierenden Filter, der problematische Bilder und Texte aus Mails und Anhängen blockiert. In den Communities von Kinderseiten werden außerdem teilweise persönliche Daten der Kinder wie etwa Alter und Hobbys veröffentlicht. Bei den Kinderseiten mit direkter Online-Registrierung für eine Mail-Adresse kann sich letztlich auch ein Erwachsener anmelden. Man kann also auch hier nicht sicher sein, wer sich hinter einer Mail-Adresse verbirgt.

Richten Sie zwei E-Mail-Adressen ein!

Eine E-Mail-Adresse für Freunde: Diese private E-Mail-Adresse kann Ihr Kind für einen Freundeskreis nutzen der Ihnen bekannt ist. Wenn es die Adresse nicht weitergibt, kann dieses Postfach geheim bleiben.

Eine E-Mail-Adresse zur Nutzung im Internet:  Damit kann sich das Kind zum Beispiel in Chats anmelden, bei denen man eine E-Mail-Adresse angeben muss. Auch für Gewinnspiele auf Kinderseiten oder für Downloads kann es die Adresse nutzen. Kontrollieren Sie diese zweite Adresse regelmäßig, weil durch das Veröffentlichen im Internet möglicherweise bald Werbemails folgen. Wird es zu viel Spam, eröffnen Sie eine neue E-Mail-Adresse.

Wie Ihr Kind seine Mail-Adresse „sauber“ hält

Keine persönlichen Daten weitergeben!
Name, Alter oder Wohnort dürfen nicht als Teil der Mail- Adresse verwendet werden. Besser einen Fantasiebegriff wählen, der keine Rückschlüsse auf die Person zulässt: z. B. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

Die private E-Mail-Adresse ausschließlich Freunden weitergeben!
Die Adresse nirgendwo veröffentlichen: nicht auf der eigenen Homepage, in keinem Forum oder Chat.

Adresse geheim halten!
Auch Freunde anweisen, dass sie die Adresse nicht weitergeben dürfen. Links wie „Sende diese Seite an Freunde“ machen die Adresse bereits öffentlich.

Keine Kettenbriefe weiterleiten!
Dies gilt auch, wenn sie von Freunden stammen. Kettenbriefe dienen oft zur Generierung von E-Mail-Adressen, die dann in Werbeverteilern landen.

Spam-Mails nicht beantworten!
Auch nicht, um sich zu beschweren. Denn dann weiß der Absender, dass es die Adresse tatsächlich gibt. Dies erhöht den Marktwert der Adresse.

Unbekannte E-Mails löschen!
E-Mails von unbekannten Absendern und außerdem alle Dateianhänge entfernen lassen. Dies kann man bei verschiedenen Anbietern einstellen und erfolgt automatisch.

Keine Anhänge einfach öffnen!
Erst rückversichern, ob der Absender bekannt ist und den Versand angekündigt hat. Viren verstecken sich mittlerweile allerdings sogar in Grafik- und Textdateien, sodass eine hundertprozentige Sicherheit nicht möglich ist.

Link-Tipp: www.mail4kidz.de, www.grundschulpost.de

 

  (Quelle:  Broschüre "Ein Netz für Kinder - Surfen ohne Risiko?", http://www.bmfsfj.de )

 
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